Das Prinzip vom Einfluss am Beispiel von Amos: Amos verurteilte Anführer, die ihre Position missbraucht hatten.
Amos wird auch gern der wütende Prophet genannt. Denn viele seiner Worte sind voller Emotionen. Er verurteilte die Führungskräfte, die nicht in der Lage waren, Gerechtigkeit durchzusetzen. Amos beklagt sich über diejenigen, die Gerechtigkeit in Bitterkeit verwandeln, und ruft sie zur Umkehr auf.
Wenn Führungskräfte ungerecht handeln, verursacht ihr Einfluss einen wellenartigen Ausbreitungseffekt. Gott hasst Ungerechtigkeit, vor allem bei den Führungskräften, die eine ganze Nation beeinflussen können. Folgende Gedanken aus Amos 5 unterstützen bei der Reflexion dazu:
- Sie vernachlässigten die gesunden Moralvorstellungen (v7)
- Sie verdrehten die Werte (v10)
- Sie besteuerten die Armen aus Eigennutz (v11)
- Sie waren korrupt und unterdrückten die Menschen (v12)
- Sie nahmen Bestechungsgelder an (v12)
- Sie haben den Menschen vor Gericht die Gerechtigkeit vorenthalten (v12)
Amos 5.7-17
7 die ihr das Recht in Wermut verwandelt und die Gerechtigkeit zu Boden gestoßen habt.
8 Der das Siebengestirn und den Orion gemacht hat, der Finsternis in Morgen verwandelt und Tag in Nacht verfinstert hat, der das Wasser des Meeres gerufen und auf dem Erdboden ausgegossen hat – er heißt »HERR« –,
9 der über den Starken Verderben kommen lässt und bringt Verderben über die feste Stadt.
10 Sie hassen den, der im Tor Recht spricht, und verabscheuen den, der die Wahrheit sagt.
11 Darum, weil ihr die Armen unterdrückt und nehmt von ihnen hohe Abgaben an Korn, so sollt ihr in den Häusern nicht wohnen, die ihr von Quadersteinen gebaut habt, und den Wein nicht trinken, den ihr in den feinen Weinbergen gepflanzt habt.
12 Denn ich kenne eure Frevel, die so viel sind, und eure Sünden, die so groß sind, wie ihr die Gerechten bedrängt und Bestechungsgeld nehmt und die Armen im Tor unterdrückt.
13 Darum muss der Kluge zu dieser Zeit schweigen; denn es ist eine böse Zeit.
14 Suchet das Gute und nicht das Böse, auf dass ihr lebet und der HERR, der Gott Zebaoth, mit euch sei, wie ihr rühmt.
15 Hasst das Böse und liebt das Gute, richtet das Recht auf im Tor, vielleicht wird der HERR, der Gott Zebaoth, gnädig sein dem Rest Josefs.
16 Darum, so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Herr: Es wird in allen Gassen Wehklagen sein, und auf allen Straßen wird man sagen: »Weh! Weh!« Und man wird den Ackermann zum Trauern rufen und zum Wehklagen, wer die Totenklage erheben kann.
17 In allen Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter euch dreinfahren, spricht der HERR.