Führungskräfte lassen sich niemals von der aktuellen Situation herunterziehen, egal wie deprimierend diese auch sein mag. Genauso wenig verlieren sie das große Ganze aus den Augen, ihre Vision von einer besseren Zukunft.
Während Jesaja 25 eine wirklich traumhafte Zukunft aufzeigt, baut es doch auf Jesaja 24 auf, wo Untergangsstimmung in Bezug auf die Zukunft vorherrschte. Das eine Kapitel zeigt die Gegenwart in ihrer ungeschminkten Realität. Das andere Kapitel die hoffnungsvolle Zukunft. Führungskräfte müssen beide Dinge im Bewusstsein haben und die Vision der Zukunft unterscheidet die Führungskraft von einem Nachfolger.
| Nachfolger | Führungskraft |
|---|---|
| sieht das Hier und Jetzt | sieht das Ziel und das Potential |
| wird von der heutigen Atmosphäre getrieben | wird von der zukünftigen Atmosphäre getrieben |
| limitiert durch seine eigenen Möglichkeiten | limitiert durch die Möglichkeiten aller |
| lässt sich durch die täglichen Probleme ablenken | bleibt wegen der Fokussierung auf das Ziel in der Spur |
| Schlüsselwort: jetzt | Schlüsselwort: endgültig |
Jesaja 25
Danklied der Erlösten
1 HERR, du bist mein Gott, dich preise ich; ich lobe deinen Namen. Denn du hast Wunder getan; deine Ratschlüsse von alters her sind treu und wahrhaftig.
2 Denn du hast die Stadt zum Steinhaufen gemacht, die feste Stadt, dass sie in Trümmern liegt, die Paläste der Fremden, dass sie nicht mehr eine Stadt seien und nie wieder aufgebaut werden.
3 Darum ehrt dich ein mächtiges Volk, die Städte gewalttätiger Völker fürchten dich.
4 Denn du bist der Geringen Schutz gewesen, der Armen Schutz in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten wie ein Unwetter im Winter,
5 wie die Hitze im dürren Land. Du demütigst der Fremden Ungestüm, wie du die Hitze brichst durch den Schatten der Wolken; du dämpfst der Tyrannen Siegesgesang.
Das große Freudenmahl
6 Und der HERR Zebaoth wird auf diesem Berge allen Völkern ein fettes Mahl machen, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist.
7 Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind.
8 Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der HERR hat's gesagt.
9 Zu der Zeit wird man sagen: »Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns helfe. Das ist der HERR, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.«
10 Denn die Hand des HERRN ruht auf diesem Berge. Moab aber wird zertreten werden an seinem Ort, wie Stroh in die Mistlache getreten wird.
11 Und wenn es auch seine Hände darin ausbreitet, wie sie ein Schwimmer ausbreitet, um zu schwimmen, so wird doch der Herr seinen Hochmut niederdrücken trotz allen Mühens seiner Hände.
12 Und deine hohen, steilen Mauern hat er gebeugt, erniedrigt und in den Staub zu Boden geworfen.