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Die Qualität vom Charakter am Beispiel von Hiob (Teil 1)

Integrität. Hiob fordert seine Freunde heraus, ihm seine Schwächen zu sagen.

Der Sturm fegt von links heran. Das Haus auf dem Fels steht.
Führungsqualität #1

Qualität vom Charakter: Charakter ist das feste Fundament jeder Führungskraft.

BibelstelleHiob 6Auf BibleServer.com lesen
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Alle Freunde von Hiob entwickelten Theorien über seine Probleme. Doch Hiob forderte seine Freunde heraus, sein Leben zu durchforsten und ihm zu zeigen, wo er nicht integer war. Er war sich so sicher, dass sie nichts finden würden, dass er sie dazu herausforderte. Nur eine Führungskraft mit einem starken Charakter und einer großen Selbstsicherheit kann so etwas einfordern.

Drei Lichtkegel prüfen einen goldenen Block von allen Seiten, er bleibt makellos – wie Hiob, der seine Freunde zur Prüfung auffordert.
Drei Lichtkegel prüfen einen goldenen Block von allen Seiten, er bleibt makellos – wie Hiob, der seine Freunde zur Prüfung auffordert.

C.S. Lewis nennt diese Qualität „Leaders with chests“, oder auf Deutsch, „Führungskräfte mit Rückgrat“. Lewis verglich die gut geordnete Seele mit dem menschlichen Körper: Der Kopf (Rational) muss den Bauch (Emotional) über das Rückgrat (Charakter und Spiritualität) kontrollieren. Das Rückgrat stellt die Verbindung zwischen dem Rationalen und dem Emotionalen her. Ohne ein starkes Rückgrat würden Führungskräfte sich rausreden, Probleme relativieren und faule Kompromisse eingehen. Lewis nannte Führungskräfte, die diesen Charakter und die Integrität nicht hatten, „men without chests“, oder auf Deutsch, „Männer ohne Rückgrat.“

Was gab Hiob dieses Bewusstsein über seine Integrität?

  • große Selbstsicherheit. Er fühlte sich emotional sicher genug, um Kritik auszuhalten
  • reines Gewissen. Er hatte ein reines Gewissen, was das Thema Sünde anging.
  • wahrhaftige Motive. Er lehnte selbstbezogene Motive in seinem Leben ab.
  • starker Charakter. Er war bereit, das Richtige zu tun, egal was es kostete.
Hiob 6.1-7.21
Hiobs erste Antwort an Elifas
1 Hiob antwortete und sprach:
2 Wenn man doch meinen Kummer wägen und mein Leiden zugleich auf die Waage legen wollte!
3 Denn nun ist es schwerer als Sand am Meer; darum sind meine Worte noch unbedacht.
4 Denn die Pfeile des Allmächtigen stecken in mir; mein Geist muss ihr Gift trinken, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet.
5 Schreit denn der Wildesel, wenn er Gras hat, oder brüllt der Stier, wenn er sein Futter hat?
6 Isst man denn Fades, ohne es zu salzen, oder hat Eiweiß Wohlgeschmack?
7 Meine Kehle sträubt sich, es aufzunehmen; es ist, als wäre mein Brot unrein.
8 Könnte meine Bitte doch geschehen und Gott mir geben, was ich hoffe!
9 Dass mich doch Gott erschlagen wollte und seine Hand ausstreckte und mir den Lebensfaden abschnitte!
10 So hätte ich noch diesen Trost und wollte fröhlich springen – ob auch der Schmerz mich quält ohne Erbarmen –, dass ich nicht verleugnet habe die Worte des Heiligen.
11 Was ist meine Kraft, dass ich ausharren könnte; und welches Ende wartet auf mich, dass ich geduldig sein sollte?
12 Ist doch meine Kraft nicht aus Stein und mein Fleisch nicht aus Erz.
13 Hab ich denn keine Hilfe mehr, und gibt es keinen Rat mehr für mich?
14 Wer Barmherzigkeit seinem Nächsten verweigert, der gibt die Furcht vor dem Allmächtigen auf.
15 Meine Brüder sind trügerisch wie ein Bach, wie das Bett der Bäche, die versickern,
16 die erst trübe sind vom Eis, darin der Schnee sich birgt,
17 doch zur Zeit, wenn die Hitze kommt, versiegen sie; wenn es heiß wird, vergehen sie von ihrer Stätte:
18 Karawanen gehen ihren Weg dahin, sie gehen hin ins Nichts und verschwinden.
19 Die Karawanen von Tema blickten aus auf sie, die Karawanen von Saba hofften auf sie;
20 aber sie wurden zuschanden über ihrer Hoffnung und waren betrogen, als sie dahin kamen.
21 So seid ihr jetzt für mich geworden; weil ihr Schrecknisse seht, fürchtet ihr euch.
22 Hab ich denn gesagt: Schenkt mir etwas und bezahlt für mich von eurem Vermögen
23 und errettet mich aus der Hand des Feindes und kauft mich los von der Hand der Gewalttätigen?
24 Belehrt mich, so will ich schweigen, und worin ich geirrt habe, darin unterweist mich!
25 Wie könnten redliche Worte betrüben? Aber euer Tadel, was tadelt er?
26 Gedenkt ihr, Worte zu rügen? Aber die Rede eines Verzweifelnden verhallt im Wind.
27 Ihr freilich könntet wohl über eine Waise das Los werfen und euren Nächsten verschachern.
28 Nun aber hebt doch an und seht auf mich, ob ich euch ins Angesicht lüge.
29 Kehrt doch um, damit nicht Unrecht geschehe! Kehrt um! Noch habe ich recht darin!
30 Ist denn auf meiner Zunge Unrecht, oder sollte mein Gaumen Böses nicht merken?
Hiob 7.1 Muss nicht der Mensch immer im Dienst stehen auf Erden, und sind seine Tage nicht wie die eines Tagelöhners?
2 Wie ein Knecht sich sehnt nach dem Schatten und ein Tagelöhner auf seinen Lohn wartet,
3 so erbte ich Monde der Enttäuschung, und Nächte voller Mühsal wurden mir zuteil.
4 Wenn ich mich niederlegte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Bin ich aufgestanden, so wird mir's lang bis zum Abend, und mich quälte die Unruhe bis zur Dämmerung.
5 Mein Fleisch ist gekleidet in Maden und staubigen Schorf, meine Haut ist verschrumpft und voller Eiter.
6 Meine Tage sind schneller dahingeflogen als ein Weberschiffchen und sind vergangen ohne Hoffnung.
7 Bedenke, dass mein Leben ein Hauch ist und meine Augen nicht wieder Gutes sehen werden.
8 Und kein lebendiges Auge wird mich mehr schauen; sehen deine Augen nach mir, so bin ich nicht mehr.
9 Eine Wolke vergeht und fährt dahin: so kommt nicht wieder herauf, wer zu den Toten hinunterfährt;
10 er kommt nicht zurück, und seine Stätte kennt ihn nicht mehr.
11 Darum will auch ich meinem Munde nicht wehren. Ich will reden in der Angst meines Herzens und will klagen in der Betrübnis meiner Seele.
12 Bin ich denn das Meer oder ein Ungeheuer, dass du eine Wache gegen mich aufstellst?
13 Wenn ich dachte, mein Bett soll mich trösten, mein Lager soll mir meinen Jammer erleichtern,
14 so erschrecktest du mich mit Träumen und machtest mir Grauen durch Gesichte,
15 dass meine Seele sich wünschte, erwürgt zu sein, und mein Leib wünschte den Tod.
16 Ich vergehe! Ich will nicht ewig leben. Lass ab von mir, denn meine Tage sind nur noch ein Hauch.
17 Was ist der Mensch, dass du ihn groß achtest und dich um ihn bekümmerst?
18 Jeden Morgen suchst du ihn heim und prüfst ihn alle Stunden.
19 Warum blickst du nicht einmal von mir weg und lässt mir keinen Atemzug Ruhe?
20 Hab ich gesündigt, was tue ich dir damit an, du Menschenhüter? Warum machst du mich zum Ziel deiner Anläufe, dass ich mir selbst eine Last bin?
21 Und warum vergibst du mir meine Sünde nicht oder lässt meine Schuld hingehen? Denn nun werde ich mich in den Staub legen, und wenn du mich suchst, werde ich nicht mehr da sein.
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Lies nach, was hinter der Qualität vom Charakter steckt – mit Erklärung, Animation und Quick-Check.

Quelle: John C. Maxwell, The 21 Indispensable Qualities of a Leader · Mehr zum Ursprung

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