Nehemia wählte den Moment sehr sorgfältig aus, bevor er den König ansprach. Gute Führungskräfte verstehen, dass der richtige Zeitpunkt eine entscheidende Rolle spielt. Nehemia sprach mit dem König über sein Anliegen, jedoch nicht an dem Tag im Dezember, als er davon erfuhr, sondern vier Monate später im April. Die Gründe für sein Warten sind vielfältig und niemand kennt sie genau, doch vielleicht lag es daran, dass ...
- er die Herausforderung erst als seine eigene verstehen musste
- er eine Grundlage für den Auftrag im Gebet legte
- er seine eigene Vorbereitung in einem Plan brauchte
- er den Moment suchte, in dem der König in guter körperlicher und mentaler Verfassung war
- er auf die Jahreszeit wartete, in der er schnell agieren konnte
- er die Beziehung zwischen ihm und dem König noch vertieft wissen wollte
Nehemia 2.1-5
Nehemia reist nach Jerusalem
1 Im Monat Nisan des zwanzigsten Jahres des Königs Artaxerxes, als Wein vor ihm stand, nahm ich den Wein und gab ihn dem König. Und ich hatte zuvor nie traurig ausgesehen.
2 Da sprach der König zu mir: Warum siehst du so traurig drein? Du bist doch nicht krank? Das ist's nicht, sondern dich bedrückt etwas. Ich aber fürchtete mich sehr
3 und sprach zum König: Der König lebe ewig! Wie sollte ich nicht traurig dreinsehen! Die Stadt, in der meine Väter begraben sind, liegt wüst, und ihre Tore sind vom Feuer verzehrt.
4 Da sprach der König zu mir: Was begehrst du denn? Da betete ich zu dem Gott des Himmels
5 und sprach zum König: Gefällt es dem König und ist dein Knecht dir genehm, so wollest du mich nach Juda reisen lassen, in die Stadt, wo meine Väter begraben sind, damit ich sie wieder aufbaue.