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Inhalt
„Konklave“ ist ein Film von Edward Berger nach dem Roman von Robert Harris. Er kam am 21. November 2024 in die deutschen Kinos. Ralph Fiennes spielt Kardinal Thomas Lawrence, den Dekan des Kardinalskollegiums. Nach dem Tod des Papstes muss er die Wahl des Nachfolgers leiten. Sein Verhalten zeigt die Qualität des Dienens.
Reihen von Punkten sitzen im Halbkreis um einen leeren Platz, ein goldener Bogen trägt sie von unten – wie das Dienen von Kardinal Lawrence in „Konklave“.
01
Eine Aufgabe, die er nicht wollte
Situation
Lawrence wollte sein Amt als Dekan schon vor dem Tod des Papstes abgeben. Der Papst lehnte den Rücktritt ab. Nun muss Lawrence das Konklave organisieren, obwohl er an der Kirche zweifelt. Er übernimmt die Aufgabe trotzdem gewissenhaft.
Bezug zur Qualität
Dienen beginnt nicht mit Lust auf eine Rolle, sondern mit der Frage, was gerade gebraucht wird. Wer nur führt, wenn es ihm liegt, dient sich selbst. Verlässlichkeit zeigt sich in den Aufgaben, die man sich nicht ausgesucht hat.
02
Zweifel offen aussprechen
Situation
Zu Beginn des Konklaves hält Lawrence eine Predigt. Er wirbt dafür, Ungewissheit auszuhalten, und warnt sinngemäß vor der Gewissheit als Feind der Einheit. Einige Kardinäle deuten die Rede als Bewerbung um das Papstamt.
Bezug zur Qualität
Wer dient, muss nicht unfehlbar wirken. Innere Sicherheit zeigt sich darin, eigene Zweifel zu benennen, ohne die Aufgabe loszulassen. Das macht eine Führungskraft glaubwürdig, auch wenn es missverstanden werden kann.
03
Das Verfahren schützen
Situation
Lawrence erfährt, dass Kardinal Tremblay Stimmen gekauft haben soll. Er betritt die versiegelten Räume des verstorbenen Papstes und findet Belege dafür. Mit Schwester Agnes macht er die Vorgänge im Kollegium bekannt. Tremblays Kandidatur ist damit beendet.
Bezug zur Qualität
Dienen heißt nicht, es allen recht zu machen. Lawrence dient dem Verfahren und damit allen, die auf ein sauberes Ergebnis vertrauen. Führungskräfte müssen unangenehme Fakten auf den Tisch legen, auch wenn sie sich damit Gegner schaffen.
04
Der eigene Ehrgeiz
Situation
Lawrence unterstützt zunächst den Kardinal Bellini. Im Lauf der Wahlgänge erhält er selbst Stimmen. Schließlich will er für sich selbst stimmen. In diesem Moment erschüttert eine Explosion die Sixtinische Kapelle. Gewählt wird am Ende Kardinal Benítez, und Lawrence trägt die Entscheidung mit.
Bezug zur Qualität
Auch dienende Führungskräfte kennen die Versuchung der Macht. Entscheidend ist, ob sie das Ergebnis über die eigene Position stellen. Wer loslassen kann, wenn ein anderer gewählt wird, hat verstanden, wofür er da ist.
Das nimmst du mit
Die wichtigsten Lektionen
01
Übernimm Verantwortung auch dann, wenn du dir die Aufgabe nicht ausgesucht hast.
02
Sprich Zweifel offen aus, statt Sicherheit zu spielen.
03
Schütze faire Verfahren, auch wenn es dir Ärger einbringt.
04
Prüfe ehrlich, wann dein eigener Ehrgeiz mitredet.
05
Trage Entscheidungen mit, die nicht zu deinen Gunsten ausfallen.
Zusammenfassung
Kardinal Lawrence führt, ohne das Amt für sich zu suchen. Er hält das Verfahren sauber, benennt seine Zweifel und deckt Fehlverhalten auf. Der Film zeigt auch seine Versuchung und macht ihn dadurch glaubwürdig. Dienen bedeutet hier: Die Sache steht über der eigenen Person.