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Effektive Führungskräfte sind immer auf der Suche nach guten Leuten. Jeder hat eine mentale Liste von Menschen, die er gern in seiner Organisation haben würde. Doch ob sie jemanden bekommen, hängt nicht davon ab, ob er auf ihrer Liste steht, sondern vielmehr davon, wer sie sind.
Es ist für eine Führungskraft möglich, Menschen zu rekrutieren, die anders sind als sie selbst. Doch es ist wichtig dabei zu verstehen, dass die Menschen dann nicht wegen der Führungskraft kommen, sondern wegen etwas anderem. Die Qualität der Leute hängt nicht von einem HR-Prozess oder der Personalabteilung ab. Es hängt von der Führungskraft ab. Wenn die Führungskraft denkt, es könnten doch mal bessere Leute kommen, dann sollte sie beginnen, an sich zu arbeiten.
Elias Anziehungskraft
Was hat Elia gehabt, was andere ähnlich denkende Menschen an seine Seite führte? Die Antwort liegt im Prinzip der Anziehung. Gleich und gleich gesellt sich gern. Oder, wie der Leiter, so seine Begleiter.
1. Jede Führungskraft hat ein gewisses Maß an Anziehungskraft.
Jede Führungskraft zieht andere an. Sehr charismatische Führungskräfte ziehen viele Leute an. Aber auch die schwächste Führungskraft hat jemanden, der ihr folgt. Wenn das nicht so wäre, dann wäre sie keine Führungskraft, oder?
2. Die Anziehungskraft einer Führungskraft kann intellektuell, emotional oder freiwillig sein.
Nicht alle Führungspersönlichkeiten beeinflussen die Menschen auf dieselbe Art und Weise. Sie nutzen auch nicht immer dieselben Mittel der Einflussnahme. Die größten Führungspersönlichkeiten bauen zu den Leuten eine Beziehung auf mehreren Ebenen auf: zu dem Verstand, zu dem Herzen und zu dem Willen ihrer Anhänger.
Die Anziehungskraft von Elia hat andere auf allen Ebenen beeinflusst. Als er die falschen Propheten von Baal besiegte, überwand er die Skepsis der Menschen an der Kraft Gottes und an seiner Berufung dadurch, dass es Feuer vom Himmel regnete. Er stellte eine Verbindung zu ihrem Verstand her. Aber das allein reichte nicht aus. Um seiner Botschaft mehr emotionale Wirkung zu verleihen, übergoss Elia sein Opfer vorher mit eimerweise Wasser. Als das Feuer Gottes dann die Opfergabe zum Brennen brachte, war es allen Leuten klar, dass Gott der wahrhafte Gott ist. Die emotionale Verbindung war gebaut. Zum Schluss schrie er: „Ergreift die Propheten des Baal.“ Die Leute folgten freiwillig seinem Auftrag und waren gehorsam.
3. Anziehungskraft ist in sich weder gut noch schlecht, sondern von dem abhängig, was die Führungskraft damit macht.
Charismatische Führungskräfte gibt es in jeder Form. Da gibt es auf der einen Seite Diktatoren und auf der anderen Seite Märtyrer. Warum? Anziehungskraft in sich ist wie Geld. Sie ist nicht gut oder schlecht per se. Elia nutzte seine Anziehungskraft, um Menschen anzuziehen, die so dachten wie er, um damit seine Mission zu erfüllen und seinen Einfluss auszubauen.
4. Sichere Führungspersönlichkeiten ziehen sowohl ähnliche als auch ergänzende Leute an.
Jede Führungskraft tendiert dazu, Menschen anzuziehen, die ihr ähnlich sind. Ähnliche Werte, ähnliches Alter, ähnliche Haltungen. Elias Führung hat Menschen angezogen, die Gott lieben und die eine prophetische Begabung haben. Nur sichere Führungspersönlichkeiten, die ihre Schwächen akzeptieren und ihre Stärken kennen, ziehen auch gegensätzliche Menschen an.
5. Die Anziehungskraft einer Führungskraft ist nicht statisch, sie ist dynamisch.
Eine Führungskraft kann an ihrer Anziehungskraft feilen, sie pflegen und in ihr reifen. Bevor Elia mit Massen an Menschen agierte, entwickelte er seine Fähigkeiten, indem er einer Witwe und ihrem Sohn half. Gott bereitete Elia vor und gab ihm Zeit, dass sich seine Vision kultivieren konnte, dass sein Lebensauftrag klar wurde und dass er Selbstvertrauen in seinen Aufgaben gewann. Diese drei Dinge erhöhten sein Maß an Anziehungskraft.
Anziehungskraft ist mehr als nur Chemie.
Gegenseitige Anziehung ist mehr als nur Chemie. Mindestens vier Elemente müssen zusammenkommen, um sie zu erzeugen.
- Gemeinsame Vision
Menschen folgen einer Führungskraft nicht, wenn sie die Vision nicht respektieren. Die Vision von Elia und auch Elisa war es, Gott zu folgen, um Israel zum Besseren zu dienen. Als Elisa die Chance bekam, Elia zu folgen, ließ er sein altes Leben zurück und folgte Elias Vision.
- Gemeinsame Erwartungen
Gleiche Erwartungshaltungen sind das Ergebnis aus einer gemeinsamen Vision. Elia und Elisa erwarteten beide, dass sie für Gott großartige Dinge tun werden. Elisa erwartete und erhielt eine doppelte Portion der Salbung von Elia.
- Gemeinsamer Beitrag
Menschen folgen Führungskräften, weil sie glauben, dass die Führungskraft ihnen dabei hilft, ihr Ziel zu erreichen. Führungskräfte integrieren Mitstreiter, weil sie wissen, dass diese ihnen helfen, ihre Vision zu verwirklichen. Beide Seiten liefern einen Beitrag zur Umsetzung der Vision des jeweils anderen. Elia war der Mentor von Elisa und das gab Elisa die Möglichkeit zu lernen, was es bedeutet, eine Führungskraft nach Gottes Herzen zu sein. Elisa musste sich unterordnen, dem älteren Propheten folgen und von ihm lernen. Der gemeinsame Weg machte beide zu besseren Führungskräften.
- Gemeinsame Verbindlichkeit
Ohne eine hohe Verbindlichkeit ist es nicht möglich, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Als Elia an das Ende seiner Zeit kam, bestätigte Elisa seine Verbindlichkeit gegenüber Elia. Elia wollte Elisa dreimal gehen lassen, doch Elisa antwortete dreimal: So wahr der HERR lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. (2.Könige 2.2/4/6). Die Verbindlichkeit von Elisa zu Elia erzeugte eine gleich hohe Verbindlichkeit von Elia zu Elisa. Und so tat Elia, was in seiner Macht stand, um Elisa zu segnen und Elisa erhielt zwei Anteile vom Geist Elias.
Gefällt einer Führungskraft das, was sie sieht?
Eine Führungskraft kann sehr viel über ihre eigene Führung lernen, wenn sie auf die Menschen schaut, die sie angezogen hat. Es kann sein, dass sie dadurch Freude findet. Es kann aber auch sein, dass sie dadurch erschrickt. Ganz unabhängig davon, wo sie gerade steht, kann die Führungskraft Einfluss auf die weitere Entwicklung der Anziehungskraft nehmen.
2. Könige 2.1-15
Elia wird entrückt und Elisa tritt seine Nachfolge an
1 Als aber der HERR Elia im Wettersturm gen Himmel holen wollte, gingen Elia und Elisa von Gilgal weg.
2 Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe du hier, denn der HERR hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. Und als sie hinab nach Bethel kamen,
3 gingen die Prophetenjünger, die in Bethel waren, heraus zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass der HERR heute deinen Herrn hinwegnehmen wird, hoch über dein Haupt hinweg? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still.
4 Und Elia sprach zu ihm: Elisa, bleib du hier, denn der HERR hat mich nach Jericho gesandt. Er aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. Und als sie nach Jericho kamen,
5 traten die Prophetenjünger, die in Jericho waren, zu Elisa und sprachen zu ihm: Weißt du auch, dass der HERR heute deinen Herrn hoch über dein Haupt hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Auch ich weiß es wohl; schweigt nur still.
6 Und Elia sprach zu ihm: Bleib du hier, denn der HERR hat mich an den Jordan gesandt. Er aber sprach: So wahr der HERR lebt und du lebst: Ich verlasse dich nicht. Und so gingen die beiden miteinander.
7 Und fünfzig von den Prophetenjüngern gingen hin und standen von ferne; aber die beiden standen am Jordan.
8 Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins Wasser; das teilte sich nach beiden Seiten, sodass die beiden auf trockenem Boden hinübergingen.
9 Und als sie hinüberkamen, sprach Elia zu Elisa: Bitte, was ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde. Elisa sprach: Dass mir zwei Anteile von deinem Geiste zufallen.
10 Er sprach: Du hast Schweres erbeten. Doch wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir genommen werde, so wird's geschehen; wenn nicht, so wird's nicht sein.
11 Und als sie miteinander gingen und redeten, siehe, da kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, die schieden die beiden voneinander. Und Elia fuhr im Wettersturm gen Himmel.
12 Elisa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, du Wagen Israels und seine Reiter!, und sah ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider, zerriss sie in zwei Stücke
13 und hob den Mantel auf, der Elia entfallen war, und kehrte um und trat wieder an das Ufer des Jordans.
14 Und er nahm den Mantel, der Elia entfallen war, und schlug ins Wasser und sprach: Wo ist nun der HERR, der Gott Elias?, und schlug ins Wasser. Da teilte es sich nach beiden Seiten, und Elisa ging hindurch.
15 Und als das die Prophetenjünger sahen, die gegenüber bei Jericho waren, sprachen sie: Der Geist Elias ruht auf Elisa. Und sie gingen ihm entgegen und fielen vor ihm nieder zur Erde