Salomo suchte Erfüllung, indem er Dinge anhäufte, wie Häuser, Gärten, Weingärten, Sklaven usw., aber alles, was er darin fand, war Leere. Viele Führungskräfte verfallen der gleichen Versuchung. Sie beginnen gut, doch in dem Augenblick, wenn sie ihren ersten Erfolg verbuchen können, vergessen sie ihr eigentliches Ziel und fangen an zu straucheln. Sie beginnen Dinge anzuhäufen, die ihnen vermeintliche Sicherheit, Stabilität oder Befriedigung geben, anstatt ihre Vision mit der gleichen Hingabe und Opferbereitschaft weiterzuverfolgen. Das Ergebnis ist eine innere Leere, die sich nicht damit füllen lässt.
Alle Führungskräfte haben zwei wesentliche Lücken in ihrem Leben:
- Das gottgegebene Vakuum in ihrem Herzen, das nur Gott ausfüllen kann.
- Das vom Leben gegebene Vakuum in ihrem Herzen, das nur durch ein Leben in ihrer Mission ausgefüllt werden kann.
Um das zu erreichen, müssen Führungskräfte bereit sein, Prioritäten zu setzen und Dinge loszulassen. C.S. Lewis sagte einmal: „Wenn wir die unverblümten Verheißungen der Belohnung im Evangelium betrachten, scheint es in der Tat so, dass unser Herr unsere Wünsche nicht zu stark, sondern zu schwach findet. Wir sind halbherzige Geschöpfe, die mit Alkohol, Sex und Ambitionen herumspielen, während uns ewige Freude angeboten wird. Wir sind wie ein unwissendes Kind, das im Schlamm weiter Schlammkuchen backen will, weil es sich nicht vorstellen kann, was ein Angebot für einen Urlaub am Meer bedeutet. Wir sind viel zu leicht zufriedenzustellen.“
Prediger 2.1-26
1 Ich sprach in meinem Herzen: Wohlan, ich will Wohlleben und gute Tage haben! Aber siehe, das war auch eitel.
2 Ich sprach zum Lachen: Du bist närrisch!, und zur Freude: Was machst du?
3 Da dachte ich in meinem Herzen, meinen Leib mit Wein zu laben, doch so, dass mein Herz mich mit Weisheit leitete, und mich an Torheit zu halten, bis ich sähe, was den Menschen zu tun gut wäre, solange sie unter dem Himmel leben.
4 Ich tat große Dinge: Ich baute mir Häuser, ich pflanzte mir Weinberge,
5 ich machte mir Gärten und Lustgärten und pflanzte allerlei fruchtbare Bäume hinein;
6 ich machte mir Teiche, daraus zu bewässern den Wald grünender Bäume.
7 Ich erwarb mir Knechte und Mägde und hatte auch Gesinde, im Hause geboren; ich hatte eine größere Habe an Rindern und Schafen als alle, die vor mir zu Jerusalem waren.
8 Ich sammelte mir auch Silber und Gold und was Könige und Länder besitzen; ich beschaffte mir Sänger und Sängerinnen und die Wonne der Menschen, allerlei Saitenspiel,
9 und war größer als alle, die vor mir zu Jerusalem waren. Auch da blieb meine Weisheit bei mir.
10 Und alles, was meine Augen wünschten, das gab ich ihnen und verwehrte meinem Herzen keine Freude, sodass es fröhlich war von aller meiner Mühe; und das war mein Teil von aller meiner Mühe.
11 Als ich aber ansah alle meine Werke, die meine Hand getan hatte, und die Mühe, die ich gehabt hatte, siehe, da war es alles eitel und Haschen nach Wind und kein Gewinn unter der Sonne.
12 Da wandte ich mich, zu betrachten die Weisheit und die Tollheit und Torheit. Denn was wird der Mensch tun, der nach dem König kommen wird? Was man schon längst getan hat.
13 Da sah ich, dass die Weisheit die Torheit übertrifft wie das Licht die Finsternis.
14 Der Weise hat seine Augen im Kopf, aber der Tor geht in der Finsternis; und ich merkte doch, dass es dem einen geht wie dem andern.
15 Da dachte ich in meinem Herzen: Wenn es denn mir geht wie dem Toren, warum hab ich dann nach Weisheit getrachtet? Da sprach ich in meinem Herzen: Auch das ist eitel.
16 Denn man gedenkt des Weisen nicht für immer, ebenso wenig wie des Toren, und in künftigen Tagen ist alles vergessen. Wie stirbt doch der Weise samt dem Toren!
17 Darum verdross es mich zu leben, denn es war mir zuwider, was unter der Sonne geschieht, dass alles eitel ist und Haschen nach Wind.
18 Und mich verdross alles, um das ich mich gemüht hatte unter der Sonne, weil ich es einem Menschen lassen muss, der nach mir sein wird.
19 Denn wer weiß, ob er weise oder töricht sein wird und soll doch herrschen über alles, was ich mit Mühe und Weisheit geschafft habe unter der Sonne. Das ist auch eitel.
20 Da wandte ich mich dahin, dass ich mein Herz verzweifeln ließ an allem, um das ich mich mühte unter der Sonne.
21 Denn es muss ein Mensch, der seine Arbeit mit Weisheit, Verstand und Geschicklichkeit mühsam getan hat, es einem andern zum Erbteil überlassen, der sich nicht darum gemüht hat. Das ist auch eitel und ein großes Unglück.
22 Denn was kriegt der Mensch von aller seiner Mühe und dem Streben seines Herzens, womit er sich abmüht unter der Sonne?
23 Alle seine Tage sind voller Schmerzen, und voll Kummer ist sein Mühen, dass auch sein Herz des Nachts nicht Ruhe findet. Das ist auch eitel.
24 Ist's nun nicht besser für den Menschen, dass er esse und trinke und seine Seele guter Dinge sei bei seinem Mühen? Doch dies sah ich auch, dass es von Gottes Hand kommt.
25 Denn wer kann fröhlich essen und genießen, wenn nicht ich?
26 Denn dem Menschen, der ihm gefällt, gibt er Weisheit, Verstand und Freude; aber dem Sünder gibt er Mühe, dass er sammle und häufe und es doch dem gegeben werde, der Gott gefällt. Auch das ist eitel und Haschen nach Wind.