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Das Prinzip vom Einfluss am Beispiel von Josua

Wie hat Josua seinen Einfluss erweitert?

Von der Mitte breitet sich Einfluss in Wellen aus. Wen die Welle erreicht, richtet sich neu aus.
Führungsprinzip #2

Prinzip vom Einfluss: Die wahre Maßeinheit für Führung ist Einfluss – nicht mehr und nicht weniger.

Bibelstelle4. Mose 14Auf BibleServer.com lesen
5 Min. Lesezeit2 Abschnitte

Von den 12 Spionen, die das Land Kanaan ausspähen sollten, glaubten nur Josua und Kaleb, dass die Israeliten es auch einnehmen können. Josua drängte die Menschen förmlich dazu, das Land einzunehmen, doch sein Einfluss reichte nicht aus. Zu diesem Zeitpunkt in seinem Leben war er noch nicht an dem Platz angekommen, wo er großen Einfluss ausüben konnte. Obwohl er recht hatte, konnte er die Menschen nicht überzeugen, denn sie schauten nicht auf ihn, sondern auf die anderen zehn Spione.

Zwölf Kreise in einer Reihe, nur zwei goldene weisen zum Licht über den Hügeln, das Volk folgt den anderen – Josuas Einfluss.
Zwölf Kreise in einer Reihe, nur zwei goldene weisen zum Licht über den Hügeln, das Volk folgt den anderen – Josuas Einfluss.

Josuas Erfolge würden mit Sicherheit proportional zu seiner Führung wachsen, doch er benötigte mehr Zeit, um seinen Einfluss auszubauen. Mose war sein Mentor. Und vielleicht würde Josua der Nachfolger sein, der Israel ins gelobte Land führt.

Die Natur der Führung

1. Führung heißt Einfluss nehmen.

Die wahre Maßeinheit für Führungsfähigkeit ist Einfluss. Nicht mehr und nicht weniger. Josua hat diese Lektion sehr früh gelernt, als die Menschen ihm nicht geglaubt haben und den anderen zehn Spionen gefolgt sind. Seine Position als Fürst hat ihm nicht geholfen, die anderen zu beeinflussen.

2. Führungskräfte haben nicht in jedem Bereich Einfluss.

Die 12 Spione, die ausgewählt wurden, um das Land auszukundschaften, waren Fürsten (4. Mose 13.2 ELB). Das bedeutet, dass Josua schon einigen Einfluss hatte. Aber sein Einfluss reichte nicht aus, um die anderen zehn zu beeinflussen.

3. Der Einfluss einer Führungskraft ist entweder positiv oder negativ. 

Wenn alle 12 Spione gesagt hätten, dass das Land einzunehmen sei, dann wären die Israeliten ihnen mit Sicherheit gefolgt. Aber Einfluss ist ein zweischneidiges Schwert, das das Positive oder das Negative bewirken kann. Die zehn ängstlichen Führungskräfte benutzten ihren Einfluss, um die Menschen davon abzuhalten, mit weitreichenden Konsequenzen für sie und ihre Leute.

4. Führungskräfte nutzen ihren Einfluss, um Menschen einen Mehrwert zu stiften.

Manche Führungskräfte nutzen ihren Einfluss für ihre eigene Agenda und manipulieren die Menschen so, dass es ihnen nützt. Das ist es, was die zehn Spione getan haben. Ihre persönliche Angst führte dazu, dass sie ganz Israel damit ansteckten. Sie logen und sagten, dass es die Bewohner frisst (4.Mose 13.32). Auf der anderen Seite versuchten Josua und Kaleb die Mitmenschen zu ermutigen, das zu tun, wovon alle profitieren würden. So eine Agenda hat jede gute Führungskraft.

5. Mit Einfluss kommt Verantwortung.

Vielleicht wollten die zehn Fürsten keine Rebellion gegen Gott starten, aber das war es, was sie taten. Aufgrund ihrer entmutigenden Berichterstattung wollten die Menschen zurück nach Ägypten gehen. Das Ergebnis war, dass alle zehn Fürsten und ihre Nachfolger in der Wüste starben.

Josuas wachsender Einfluss

Viele Führungskräfte, die als solche gescheitert sind, geben auf. Doch zum Glück für Israel hat Josua das nicht getan. Und so wurde er nach und nach zu einer besseren Führungskraft. Trotz seines Rückschlags blieb er Gott treu und lernte von Mose all das, was es zu lernen gab.

1. Josuas Einfluss wuchs aufgrund seiner Beziehung zu Mose. (5.Mose 31.1-8, 23)

Durch das Mentoring von Mose hat Josua nicht nur seine Führungsfähigkeiten ausgebaut, sondern wurde auch vom Volk als der Nachfolger von Mose akzeptiert. Die Bibel berichtet: Als Israel bereit war, das gelobte Land einzunehmen, hat Mose das gesamte Volk versammelt und dann zu Josua gesagt: „Sei getrost und unverzagt; denn du wirst mit diesem Volk in das Land gehen, das der HERR ihren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, und du wirst es unter sie austeilen.“ (5. Mose 31.7) Auf diesem Weg übergab Mose die Autorität an Josua.

2. Josuas Einfluss wuchs mit der Zeit und Reife. (4. Mose 14.1-10; Jos 18.1-10)

Josua hielt zweimal fast die gleiche Rede. Das eine Mal als junge Führungskraft ohne größere Referenzen. Das zweite Mal als erfahrene Führungskraft zu einer neuen Generation, die ihn als Anführer erlebt haben. Die dadurch gewonnene Glaubwürdigkeit führte dazu, dass die Israeliten ihm folgten.

3. Josuas Einfluss wuchs wegen dem richtigen Zeitpunkt. (Jos. 1.16-18)

Manchmal hat eine Führungskraft nur wenig Einfluss, bis ihre Leute selbst etwas erreichen wollen. Erst als die Juden versuchten, in der Wüste weiterzukommen, begannen sie auf das Wort Josuas zu hören. Auf Josuas erste Aufforderung, in das gelobte Land zu gehen und es zu erobern, reagierte das Volk mit dem lauten Vorschlag, ihn zu steinigen. Später antworteten sie mit den Worten: „Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun, und wo du uns hin sendest, da wollen wir hingehen.“

4. Josuas Einfluss wuchs, weil er geduldig und integer war. (Jos. 1.5-9)

Josua entwickelte sich weiter und wuchs in seiner Führungsfähigkeit. Er und Kaleb starben nicht in der Wüste, wie die anderen, die gegen Gott rebelliert hatten. Aber sie waren gezwungen, 40 Jahre durch die Wüste zu ziehen, obwohl es nicht ihr Fehler war. So eine Ungerechtigkeit hätte Josua auch sehr zornig, depressiv, zynisch oder melancholisch werden lassen können. Doch er wurde nichts von dem. Er zeigte während der ganzen Zeit Konsistenz und Glaubwürdigkeit, bis auch der letzte vom Volk Israel bereit war, ihm zu folgen.

5. Josuas Einfluss wuchs, weil er richtig lag. (Jos. 23.1-11)

Von Beginn an versuchte Josua das Richtige zu tun. Er wollte die Menschen in die richtige Richtung führen. Nach dem Auszug aus Ägypten hielten viele vom Volk Israel seine Worte für hart und unüberlegt. Aber seine Worte überstanden den Test der Zeit. Seine Botschaft hat sich niemals verändert und am Ende sollten sie sich bewähren.

Bei Führung geht es um Einfluss und Josua ist ein Beispiel dafür, dass sich Einfluss am Ende auf Charakter und Überzeugung gründet.

4. Mose 14.6-9
6 Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider
7 und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Israeliten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist sehr gut.
8 Wenn der HERR uns gnädig ist, so wird er uns in dies Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt.
9 Fallt nur nicht ab vom HERRN und fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie fressen wie Brot. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen, der HERR aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!
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Lies nach, was hinter dem Prinzip vom Einfluss steckt – mit Erklärung, Animation und Quick-Check.

Quelle: John C. Maxwell, The 21 Irrefutable Laws of Leadership · Mehr zum Ursprung

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