Wie der Leiter, so seine Begleiter. Wie der Herr, so das Gescherr. Nachfolger sind das Abbild der Führungskraft. Es ist nicht zu erwarten, dass Nachfolger über das Level ihrer Führungskraft hinauswachsen. Es ist auch nicht zu erwarten, dass sie sich maßgeblich von ihrer Führungskraft unterscheiden. Menschen fühlen sich von Führungskräften angezogen, die so sind wie sie. Folgende Gedanken von Sprüche 29 unterstützen bei der Reflexion zu diesem Prinzip.
- Haltung. Wenn gerechte Führungskräfte regieren, freut sich das Volk, wenn ungerechte Führungskräfte regieren, dann seufzt das Volk. (Sprüche 29.2)
- Stabilität. Führungskräfte schaffen Stabilität, Sicherheit und Gerechtigkeit und verhindern Ungerechtigkeit, Unsicherheit und Instabilität. (Sprüche 29.4)
- Mitgefühl. Gute Führungskräfte sehen die Armut ihrer Leute, während die schlechten es ignorieren. (Sprüche 29.7)
- Ehrlichkeit. Wenn Führungskräfte auf Lügen hören, werden es die Mitarbeiter nachmachen. (Sprüche 29.12)
- Vision. Ein klares Bild der Zukunft hält eine Organisation zusammen. (Sprüche 29.18)
Sprüche 29.1-18
1 Wer gegen alle Warnung halsstarrig ist, der wird plötzlich verderben ohne alle Hilfe.
2 Wenn der Gerechten viel sind, freut sich das Volk; wenn aber der Frevler herrscht, seufzt das Volk.
3 Wer Weisheit liebt, erfreut seinen Vater; wer aber mit Huren umgeht, kommt um sein Gut.
4 Ein König richtet das Land auf durchs Recht; wer aber viel Steuern erhebt, richtet es zugrunde.
5 Wer seinem Nächsten schmeichelt, der breitet ein Netz aus für seine Tritte.
6 Wenn ein Böser sündigt, verstrickt er sich selbst; aber ein Gerechter freut sich und hat Wonne.
7 Der Gerechte erkennt die Sache der Armen; der Frevler achtet keine Vernunft.
8 Die Spötter bringen eine Stadt in Aufruhr; aber die Weisen stillen den Zorn.
9 Wenn ein Weiser mit einem Toren rechtet, so tobt der oder lacht, aber es gibt keine Ruhe.
10 Die Blutgierigen hassen den Frommen; aber die Gerechten nehmen sich seiner an.
11 Ein Tor schüttet all seinen Unmut aus, aber ein Weiser hält an sich.
12 Wenn ein Herrscher auf Lügen hört, werden alle seine Diener zu Frevlern.
13 Der Arme und sein Peiniger begegnen einander; der beiden das Augenlicht gab, ist der HERR.
14 Ein König, der die Armen treulich richtet, dessen Thron wird für immer bestehen.
15 Rute und Tadel gibt Weisheit; aber ein Knabe, sich selbst überlassen, macht seiner Mutter Schande.
16 Wo viele Gottlose sind, da ist viel Sünde; aber die Gerechten werden ihren Fall erleben.
17 Züchtige deinen Sohn, so wird er dir Freude machen und deine Seele erquicken.
18 Wo keine Offenbarung ist, wird das Volk wild und wüst; aber wohl dem, der auf das Gesetz achtet!