Das Wort, das Johannes den Täufer am besten beschreibt, ist „Leidenschaft“. Die Leidenschaft von Johannes begann schon vor seiner Geburt. Er hüpfte im Mutterleib, als Maria von ihrer Schwangerschaft mit Jesus sprach (Lukas 1.41). Seine Leidenschaft für Gott war so groß, dass er, bevor er sein öffentliches Amt antrat, allein in der Wüste lebte. Dort trug er ein Gewand aus Kamelhaar und einen Ledergürtel und aß Heuschrecken und wilden Honig (Matthäus 3.4). Er war ein Radikaler und hatte keine Angst, dies jeden wissen zu lassen.
Johannes brauchte Leidenschaft, um seine von Gott gegebene Berufung zu erfüllen. Jeder Pionier braucht Leidenschaft. Pioniere können sich nicht mit bloßer Verwaltung zufriedengeben, denn sie haben noch nichts zu verwalten. Sie schaffen Dinge aus dem Nichts. Das Volk betrachtet sie oft als Exzentriker, aber ihre Leidenschaft zieht andere Pioniere an.
Was gab Johannes seine Leidenschaft?
- Er verbrachte Zeit in Einsamkeit.
Bevor Johannes sein öffentliches Wirken begann, lebte er in der Wüste und verbrachte viel Zeit mit Gott. Es brodelte nur so von der Gegenwart Gottes in ihm, und er konnte kaum ruhig bleiben.
- Er lebte für seine Mission.
Johannes wusste um die Identität von Jesus und seine baldige Ankunft. Daher versuchte er mit allen Mitteln, den Weg für ihn zu bereiten.
- Er besaß eine Art magnetisches Temperament.
Die Stimme von Johannes wird als schreiend beschrieben (Lukas 3,4) und als ermahnend (3:18). Wie ein Magnet stieß seine Art einige ab und zog andere an.
- Er besaß einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit.
Wenn die Leute Johannes fragten, was sie tun sollten, sagte er ihnen, sie sollten Gerechtigkeit üben (Lukas 3.10-14). Dieser Hunger nach Gerechtigkeit trieb ihn an. Er konnte nicht stillsitzen, bis er schließlich Ergebnisse sah.
- Er sah die Dinge schwarz und weiß.
Wie andere mit prophetischen Gaben sah auch Johannes die meisten Themen entweder als schwarz oder weiß. Das klingt zwar für die meisten Führungskräfte oder Geschäftsleute engstirnig. Aber es ist ein Grund dafür, dass Johannes so voller Leidenschaft war.
- Er fühlte sich unzufrieden mit allem, was er nicht tat.
Johannes war ein Macher. Er wollte nicht, dass die Menschen nur über Reue und Glauben reden. Er sagte den Pharisäern, sie sollten Früchte bringen, um ihre Reue zu beweisen.
Wie kann sich Leidenschaft entwickeln?
Leidenschaft ist die Voraussetzung für wirksame Führung. Wie also können Führungskräfte ihre Leidenschaft entwickeln?
- Finden Sie raus, wie stark das Feuer in Ihnen brennt.
Lassen Sie sich eine ehrliche Einschätzung von Kollegen und Mitarbeitern geben. Haben Sie Leidenschaft für das, was Sie tun? Denn Sie können kein Feuer in Ihrer Organisation entfachen, wenn es nicht zuerst in Ihnen brennt.
- Kehren Sie zu Ihrer ersten Liebe zurück.
Viele Führungskräfte lassen sich durch das Leben aus ihrer Bahn werfen. Denken Sie an den Tag zurück, als Sie mit Leidenschaft begonnen haben. Was hat Sie damals angetrieben? Was hat Sie in dieser Zeit begeistert?
- Verknüpfen Sie sich mit leidenschaftlichen Menschen.
Gleich und gleich gesellt sich gern. Heiße Kohlen bleiben heiß, wenn sie im Feuer bleiben. Finden Sie leidenschaftliche Menschen und verbringen Sie Zeit mit ihnen, sodass ihre Leidenschaft auf Sie überspringt.