Die enorme Unsicherheit von König Herodes wurde deutlich, als Fremde die Geburt eines neuen Königs ankündigten. Als Herodes die Nachricht hörte, wurde er wütend, von sich selbst eingenommen, ungeduldig und aufgewühlt - alles Anzeichen eines unsicheren Anführers. Folgende Gemeinsamkeiten haben unsichere Führungskräfte:
- Sie geben anderen keine Sicherheit.
- Sie nehmen mehr, als sie geben.
- Sie schränken ihre besten Leute ein.
- Sie begrenzen oder sabotieren den Erfolg ihrer Organisation.
- Sie verwenden mehr Energie darauf, ihren Job zu behalten, als ihre Arbeit zu tun.
Wirksame Führung beginnt mit einer selbstsicheren, emotional und geistig gesunden Führungskraft. Warum ist das so? Warum müssen Führungskräfte eine gesunde Sicherheit in sich selbst haben? Folgende Aspekte unterstützen bei der Reflexion:
- Führung kommt mehr aus dem „Sein“ als aus dem „Tun“.
- Führungskräfte brauchen eine starke Haltung, um sich stark zu verhalten.
- Unsichere Führungskräfte führen ihre Organisationen auf ein Plateau.
- Selbstsicherheit ist das Fundament für Führungskräfte in schwierigen Situationen.
- Unsichere Führungskräfte werden niemals selbstsichere Nachfolger hervorbringen.
- Innere Stärke ist die einzige Hoffnung, um den begonnenen Weg als Führungskraft auch gut abzuschließen.
Die meisten Führungskräfte kämpfen mit Gefühlen der Unsicherheit. Eine Führungsaufgabe zieht per Definition die Blicke der Menschen auf sich und eben auch auf die persönliche Unsicherheit der Führungskraft. Dadurch bekommen Führungskräfte das Gefühl, dass alle damit verbundenen Aufgaben überproportional groß erscheinen. Zudem neigen sie dazu, ihre Schwächen zu vertuschen, anstatt ehrlich zu sein. Selbstsichere Führungskräfte mit einem starken und gesunden Charakter überwinden die Gefühle der Unsicherheit und stellen sich dem öffentlichen Druck ihrer Tätigkeit. Sie sind integer und verhalten sich dementsprechend.
Wirksame Führungskräfte haben Sicherheit bei den vier grundlegenden menschlichen Bedürfnissen:
- Sie haben Sicherheit in ihrem Wert - wenn er fehlt, fühlen sie sich minderwertig.
- Sie haben Sicherheit in ihrer Zugehörigkeit - wenn sie fehlt, fühlen sie sich einsam.
- Sie haben Sicherheit in ihrer Bestimmung - wenn sie fehlt, fühlen sie sich fehl am Platz.
- Sie haben Sicherheit in ihrer Kompetenz - wenn sie fehlt, fühlen sie sich unzureichend und haben Angst.
Selbstsichere Führungskräfte haben folgende Themen für sich verstanden:
- Sie ziehen ihren persönlichen Wert und ihre innere Sicherheit aus ihrer „gemeinsamen Geschichte“ mit Gott.
- Sie klären die Frage, ob sie eine einflussreiche Führungsposition einnehmen sollten, im Vorfeld mit Gott ab.
- Sie legen ihre emotionale Gesundheit nicht in die Hände eines anderen, sondern vertrauen ihrer Beziehung zu Gott.
- Sie lösen sich von der Erwartungshaltung, dass andere Menschen ihre Grundbedürfnisse befriedigen werden und übernehmen selbst die Verantwortung dafür. Führungskräfte werden nur dann selbstsicher sein, wenn sie nicht erwarten, dass andere die Bedürfnisse erfüllen, die nur Gott erfüllen kann.
Matthäus 2.1-18
Die Weisen aus dem Morgenland
1 Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen:
2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.
3 Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem,
4 und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.
5 Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1):
6 »Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.«
7 Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre,
8 und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, dass auch ich komme und es anbete.
9 Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war.
10 Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut
11 und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
12 Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land.
Die Flucht nach Ägypten
13 Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen.
14 Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten
15 und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Hosea 11,1): »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«
Der Kindermord des Herodes
16 Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Knaben in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte.
17 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht (Jeremia 31,15):
18 »In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.«