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Die Qualität der Verbindlichkeit am Beispiel von Petrus

Jesus Christus vs. Simon Petrus.

Hügel um Hügel, ohne zu wissen, was dahinter kommt: Die Linie läuft weiter.
Führungsqualität #3

Qualität der Verbindlichkeit: Ohne Verbindlichkeit kann niemand eine herausragende Führungskraft werden.

BibelstelleLukas 22Auf BibleServer.com lesen
5 Min. Lesezeit2 Abschnitte

Lukas berichtet über einen großen Unterschied im Verhalten und Engagement zweier Führungskräfte, Jesus Christus und Simon Petrus. Während Jesus sich trotz Verrat und bevorstehendem Tod entschlossen hatte, für seine Sache zu stehen, lief Simon Petrus davon. Und das, obwohl er felsenfest behauptete, er würde seinen Meister niemals verleugnen. Er war sogar bereit, für ihn zu sterben. Am Ende tat er es dreimal, bevor die Nacht zu Ende war.

Zwei Wege starten gemeinsam: der goldene steigt fest an, der türkise biegt ab und kehrt um – wie Petrus, der trotz Schwur davonlief.
Zwei Wege starten gemeinsam: der goldene steigt fest an, der türkise biegt ab und kehrt um – wie Petrus, der trotz Schwur davonlief.
Mt. 26.35 Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen. Das Gleiche sagten auch alle Jünger.

Petrus verleugnete Christus dreimal an einem kleinen Feuer in einem Hof. Ein Spiegel des Zustands seines Herzens. Seine Verbindlichkeit aber war bereits im Garten Gethsemane erschöpft. Schon dort fühlte er sich hilflos und machtlos, sein Versprechen zu halten (Mt 26.36-46).

Jesus in Gethsemane
36 Da kam Jesus mit ihnen zu einem Garten, der hieß Gethsemane, und sprach zu den Jüngern: Setzt euch hierher, solange ich dorthin gehe und bete.
37 Und er nahm mit sich Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus und fing an zu trauern und zu zagen.
38 Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet mit mir!
39 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!
40 Und er kam zu seinen Jüngern und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Konntet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?
41 Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
42 Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's nicht möglich, dass dieser Kelch vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!
43 Und er kam und fand sie abermals schlafend, und ihre Augen waren voller Schlaf.
44 Und er ließ sie und ging wieder hin und betete zum dritten Mal und redete abermals dieselben Worte.
45 Dann kam er zu den Jüngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr weiter schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist da, dass der Menschensohn in die Hände der Sünder überantwortet wird.
46 Steht auf, lasst uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrät.

Wie lässt die Verbindlichkeit nach?

Wenn die Verbindlichkeit nachlässt, entwickeln sich Mitarbeiter wie Petrus:

  • Phase 1: Er begann sich zu distanzieren.
Lukas 22.54 Sie ergriffen ihn aber und führten ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne.

„Petrus aber folgte von der ferne“ (Lukas 22.54). Das ist nicht das, was Jesus in Matthäus 16.24 im Sinn hatte. Petrus folgte Christus immer noch nach, aber inkognito. Er war nicht mehr bereit, dafür zu sterben, wie er es einmal gesagt hatte.

  • Phase 2: Er suchte die Gemeinschaft von anderen.
Lukas 22.55 Da zündeten sie ein Feuer an mitten im Hof und setzten sich zusammen; und Petrus setzte sich mitten unter sie.

„Petrus setze sich mitten unter sie.“ (Lukas 22.55). Der stärkste Jünger von Jesus setzte sich nach der Festnahme von Jesus nicht zu seinen Leuten, sondern zu Menschen, die Jesus nicht kannten. Er war hin- und hergerissen zwischen den Gleichgültigen und den Verbindlichen.

  • Phase 3: Sein Glaube fing an zu bröckeln.
Lukas 22.56 Da sah ihn eine Magd im Licht sitzen und sah ihn genau an und sprach: Dieser war auch mit ihm.
57 Er aber leugnete und sprach: Frau, ich kenne ihn nicht.

„Er aber leugnete und sprach: Frau, ich kenne ihn nicht.“ (Lukas 22.57). Seine Worte offenbarten nun seine Schwäche, selbst in der Gemeinschaft von Männern und Frauen, die keine unmittelbare Bedrohung für ihn darstellten.

  • Phase 4: Sein Eifer wird zur Verleugnung.
Lukas 22.60 Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst. Und alsbald, während er noch redete, krähte der Hahn.

„Petrus aber sagte: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst.“ (Lukas 22.60). Petrus lehnte jede Verbindung mit Jesus ab. Seine Worte bezeugten seine Ablehnung.

Wie kann sich die Verbindlichkeit entwickeln?

Es gibt vier Ebenen der Verbindlichkeit. Jesus bezog sich immer auf die Ebene der Verbindlichkeit, zu der die Menschen bereit waren.

  • Ebene 1: Komm und sieh
Johannes 1.39 Er sprach zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und sahen's und blieben diesen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde.

Dies ist die Ebene der Neugierde (Johannes 1,35-51). Auf dieser Ebene ist der Umgang mit Jesus leicht und einfach. Wenn Menschen hier sind, schaut die Führungskraft auf die Chemie und die Treue.

  • Ebene 2: Komm und folge mir nach
Lukas 5.11 Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Dies ist die Ebene der Verbindlichkeit (Lukas 5.1-11). Die Worte von Jesus fordern nun eine gewisse Verbindlichkeit. Die Person ist bereit, sich herausfordern zu lassen. Wenn Menschen hier sind, schaut die Führungskraft auf den Hunger und die Belehrbarkeit.

  • Ebene 3: Komm und gib dich hin
Markus 8.34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
35 Denn wer sein Leben behalten will, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird's behalten.

Dies ist die Ebene der Überzeugung (Markus 8.34-35). Dieser Schritt ist erst dann angebracht, wenn sich eine tiefe Beziehung und gegenseitiges Vertrauen entwickelt haben. Wenn Menschen hier sind, schaut die Führungskraft auf Initiative und Entschlossenheit.

  • Ebene 4: Kommt und vermehrt euch
Matthäus 28.19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Dies ist die Ebene der Mission (Matthäus 28.19-20). Hier ruft Jesus seine Leute auf, das zu wiederholen, was er mit ihnen getan hat. Wenn Menschen hier sind, schaut die Führungskraft auf Führungs- und Menschenkenntnis.

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Lies nach, was hinter der Qualität der Verbindlichkeit steckt – mit Erklärung, Animation und Quick-Check.

Quelle: John C. Maxwell, The 21 Indispensable Qualities of a Leader · Mehr zum Ursprung

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