Spielt das private Leben einer Führungskraft eine Rolle für das öffentliche Leben? Keine Frage, das tut es und Daniel ist ein Paradebeispiel dafür, welche große Rolle es spielt.
Daniel hätte ja einfach nur versuchen können, seine Zeit der Gefangenschaft in einem fremden Land zu überleben. Doch stattdessen nutzte er sie und entwickelte sich und seinen Charakter weiter. Folgende Gedanken unterstützen bei der Reflexion über seinen Charakter, den er in der Zeit der Prüfung durch den König von Babylon gezeigt hat.
Wie eine Führungskraft mit den Umständen in ihrem Leben umgeht, sagt eine Menge aus über ihren Charakter. Krisen formen nicht zwingend den Charakter, aber sie decken ihn auf jeden Fall auf. Widrige Umstände führen am Ende zu zwei Optionen: Charakter oder Kompromiss. Immer dann, wenn eine Führungskraft sich für den Charakter entscheidet, wird sie stärker.
Charakter ist das Fundament, auf dem eine Führungskraft ihr Leben aufbaut. Es beginnt alles mit Charakter, weil Führung auf der Basis von Vertrauen funktioniert. Menschen folgen der Führungskraft nur so weit, wie sie ihr vertrauen. Charakter kommuniziert Glaubwürdigkeit, nutzt den Respekt, erzeugt Konsistenz und Sicherheit und verdient am Ende das Vertrauen.
Jede Führungskraft sollte Folgendes über den Charakter wissen:
- Charakter ist mehr als nur Reden.
Jeder kann sagen, dass er integer ist. Doch nur die Taten sind ein realistischer Indikator für den Charakter. Der Charakter definiert, wer sie sind und was sie tun. Das Verhalten kommt aus der Haltung. Das ist auch der Grund, warum die Taten sich nicht vom Charakter trennen lassen. Wenn die Taten und die Intentionen kontinuierlich im Widerspruch zueinander stehen, dann liegt die Antwort im Charakter.
- Talent ist eine Begabung, aber Charakter ist eine Entscheidung.
Über viele Dinge im Leben haben Führungskräfte keine Kontrolle. Sei es die Geburt eines Kindes oder der Tod der Eltern oder viele weitere Ereignisse. Aber sie können entscheiden, welchen Charakter sie haben wollen. Denn bei jeder Entscheidung prägen sie selbigen.
- Charakter bringt nachhaltigen Erfolg mit Menschen.
Gute Führung involviert immer weitere Menschen. Doch Menschen vertrauen nur Führungskräften, deren Charakter gut ist. Ist der Charakter schlecht, dann hören sie auf, ihnen zu vertrauen und damit auch ihnen nachzufolgen.
- Führungskräfte können nicht größer werden als ihr Charakter.
Der Charakter fördert oder limitiert die Entwicklung der Führungskraft in Abhängigkeit von seiner Stärke. Er definiert in fast allen Fällen, wie es mit einer Führungskraft endet.
Daniel 2.48 Und der König erhöhte Daniel und gab ihm große und viele Geschenke und machte ihn zum Fürsten über das ganze Land Babel und setzte ihn zum Obersten über alle Weisen in Babel.