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Das Prinzip der Prioritäten am Beispiel von Petrus

Die richtigen Dinge tun.

Zehn Aufgaben, zwei zählen: 80 Prozent der Energie wandern zu den wichtigsten 20 Prozent.
Führungsprinzip #17

Prinzip der Prioritäten: Geschäftigkeit ist nicht gleich Produktivität.

BibelstelleApostelgeschichte 6Auf BibleServer.com lesen
5 Min. Lesezeit

Führungspersönlichkeiten kommen nie an den Punkt, an dem sie keine Prioritäten mehr definieren müssen. Sie setzen immer wieder Prioritäten, egal ob sie ein kleines Team leiten, eine Gemeinde anführen, einem kleinen Unternehmen vorstehen oder ein milliardenschweres Unternehmen führen. Das ist ein nie endender Optimierungsprozess.

Ein großer Trichter lenkt eine Flut von Punkten in einen klaren goldenen Strom – wie Petrus, der sich auf das Wichtigste konzentrierte.
Ein großer Trichter lenkt eine Flut von Punkten in einen klaren goldenen Strom – wie Petrus, der sich auf das Wichtigste konzentrierte.

Die Dinge, die den größten Nutzen stiften, entzünden das Feuer im Leben eines Leiters. Nichts treibt einen Menschen so sehr an wie die Leidenschaft. Tim Redmond sagt dazu: „Es gibt viele Dinge, die meine Aufmerksamkeit erregen, aber es gibt nur wenige Dinge, die mein Herz erobern.“

Eine Führungskraft braucht Zeit, um immer wieder ihre Prioritäten zu ordnen. Ist sie zu sehr in alle Richtungen verteilt? Oder konzentriert sie sich auf die wenigen Dinge, die ihr den größten Nutzen bringen? Der größte Erfolg stellt sich nur ein, wenn sie sich und ihre Mitarbeiter auf das fokussiert, was wirklich wichtig ist.

Den Fokus erhöhen durch mehr Weite im Blick.

Petrus begann voller Leidenschaft, aber ohne Richtung. Die gute Nachricht ist, dass er schon die erste Hälfte der Gleichung hatte. Die schlechte Nachricht ist, dass er nicht wusste, wohin er geht und sich am Ende im Kreis drehte. Es hätte auch noch schlimmer kommen können und er hätte Jahre damit verbracht, in die falsche Richtung zu gehen.

Wenn eine Führungskraft weiß, wohin sie gehen soll, werden ihre Prioritäten klarer und ihr Handeln gewinnt an Bedeutung. Die Gleichung sieht in etwa so aus:

Große Leidenschaft + klarer Auftrag = gezieltes Handeln

Als die griechischen Juden zu Petrus kamen, um ihre Beschwerden vorzutragen, erkannte Petrus, dass er die Mission vorantreiben konnte, indem er auf ihr Bedürfnis einging. Er verstand auch, dass Gott ihn berufen hatte, sich auf das tiefste Bedürfnis der Menschen zu konzentrieren - die Wahrheit von Gottes Wort zu hören. Anstatt zu versuchen, alles selber zu tun, delegierte er die Aufgabe an sieben Männer, die kompetent genug waren, sie zu erfüllen. Das Ergebnis war, dass die Gemeinde beide Bedürfnisse erfüllte und wuchs.

Aus der Situation von Petrus können Führungskräfte lernen, wie sie sich auf die Prioritäten konzentrieren können und gleichzeitig das große Ganze im Blick behalten. Petrus zeigte, wie fokussierte Leiter mit so einer Situation umgehen:

1. Die wesentlichen Bedürfnisse/Mängel erkennen.

Starke Führungskräfte erkennen schnell, wann sie handeln müssen. Sie überlegen sofort, wie sie die Aufgabe bewältigen können. Petrus wusste, dass die Gemeinde an Momentum verlieren könnte, wenn er der Bitte der griechischen Juden nicht nachkam. Anstatt zu versuchen, sie selbst zu erfüllen (wie es viele Leiter tun), überlegte er sich einen anderen Weg.

    • Wie reagieren Sie, wenn Ihre Leute einen echten Bedarf an Sie herantragen?
    • Hören Sie auf mit dem, was Sie gerade tun, und versuchen Sie, das Bedürfnis zu stillen?
    • Nicken Sie mit dem Kopf, als ob sie interessiert wären, schieben es dann zur Seite und vergessen es dann?
    • Oder treten Sie einen Schritt zurück, betrachten das Gesamtbild und entscheiden dann entsprechend Ihren Prioritäten, was zu tun ist?


2. Die Möglichkeiten zur Führung suchen.

Selbst wenn ein berechtigtes Bedürfnis nicht zu den Prioritäten passt, bietet es vielleicht eine Lernmöglichkeit für einen Mitarbeiter. Petrus erkannte schnell, dass er und die anderen Jünger weiter lehren mussten, anstatt Essen auszuteilen. Aber er erkannte auch eine Gelegenheit, einige aufstrebende Führungskräfte zu fördern.

    • Sind Ihre Mitarbeiter eine Ihrer obersten Prioritäten?
    • Bevor Sie etwas auf die lange Bank schieben, sollten Sie prüfen, ob es in den Verantwortungsbereich eines oder mehrerer Ihrer Mitarbeiter passt.
    • Die effektivsten Führungskräfte konzentrieren sich auf nur wenige Dinge, den Rest überlassen sie ihren Mitarbeitern.


3. Die Aufgabe an eine kompetente Person delegieren. 

Führungskräfte nutzen die Delegation von Aufgaben und Verantwortung als wichtiges Instrument. Richtig eingesetzt, kann das Delegieren die Effizienz auf eine ganz neue Ebene bringen. Petrus und die Jünger wählten das Team von sieben Personen sehr sorgfältig aus. Nur die, die sie für reif und fähig hielten, durften die Aufgabe ausführen.

Es liegt immer in der Verantwortung der Führungskraft, die Aufgabe an die richtigen Leute zu delegieren. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn die Aufgabe wiederholt werden muss, weil eine inkompetente Person mit der Umsetzung beauftragt wurde. Das mindert die Effizienz und kann die Glaubwürdigkeit der Führungskraft beschädigen. Bevor eine Aufgabe delegiert wird, sollte die Führungskraft die Fähigkeiten und Fertigkeiten ihrer Mitarbeiter kennen.

4. Den Auftrag öffentlich bestätigen. 

Petrus und die Jünger bereiteten ihr Team auf den Erfolg vor. Sie vergewisserten sich nicht nur, dass die sieben Männer den Anforderungen gewachsen waren, sondern stellten sie auch den Menschen als würdige Leiter vor. Auf diese Weise bauten sie Vertrauen in die Männer auf.

Ist es für Sie wichtiger, die Dinge zu erledigen oder die Dinge richtig zu machen? Viele Führungskräfte delegieren vorschnell eine Aufgabe, nur um sie von ihrer To-Do-Liste abhaken zu können. Sie sehen im Delegieren fälschlicherweise eine Möglichkeit, Ablenkungen zu verringern, anstatt die
Effektivität zu erhöhen. Fokussierte Führungskräfte wissen jedoch, dass ihre Effektivität vom Erfolg ihrer Mitarbeiter abhängt. Deshalb machen sie es zu ihrer Priorität, ihnen zum Erfolg zu verhelfen.

Apg. 6.1-7
Die Wahl der sieben Diakone
1 In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung.
2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen.
3 Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst.
4 Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben.
5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Proselyten aus Antiochia.
6 Diese stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten ihnen die Hände auf.
7 Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.
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Lies nach, was hinter dem Prinzip der Prioritäten steckt – mit Erklärung, Animation und Quick-Check.

Quelle: John C. Maxwell, The 21 Irrefutable Laws of Leadership · Mehr zum Ursprung

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