Das gesamte erste Kapitel dieses Buches und Teile des zweiten Kapitels beschreiben detailliert, wie Gott sein Gericht über die Nachbarnationen von Israel bringen wird. Die Israeliten freuten sich darüber und ermunterten Amos noch dazu, mehr darüber zu erzählen. Diese heidnischen Nationen sollten wirklich die Kurve kriegen.
Doch als Amos mit Damaskus, Gaza, Tyrus, Edom, Ammon und Moab fertig war, begann er mehr über sein eigenes Land zu erzählen, Juda. Und das führte dazu, dass seine Zuhörer begannen die Gesichter zu verziehen. Dann ließ Amos die Bombe platzen und verkündete das Gericht über Israel. Wie konnte es Amos wagen, sie in einen Topf mit den anderen Nationen zu werfen?
Führungskräfte bleiben objektiv. Sie sind vertrauenswürdig, weil sie keine Scheuklappen aufhaben. Sie sehen den Balken in ihrem eigenen Auge, bevor sie den kleinen Splitter aus dem Auge eines anderen entfernen wollen.
Matthäus 7.5 Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge; danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.
Wenn Führungskräfte aufhören, objektiv zu sein, beginnen die Menschen sich zu fragen, ob die Führungskraft nicht begonnen hat, im Eigeninteresse zu handeln. Das führt dazu, dass das Vertrauen schwindet. Menschen vertrauen Anführern, die das Prinzip vom festen Boden praktizieren und damit diese drei primären Ziele verfolgen:
- Schutz. Sie stellen sicher, dass ihre Leute ein sicheres Umfeld haben.
- Ausrüstung. Sie stellen sicher, dass ihre Leute alles haben, was sie zum Arbeiten brauchen.
- Fortschritt. Sie stellen sicher, dass die Unternehmung das vereinbarte Ziel erreicht.
Amos 2.4-16
4 So spricht der HERR: Um der drei, ja der vier Frevel willen derer von Juda will ich es nicht zurücknehmen, weil sie des HERRN Gesetz verachteten und seine Ordnungen nicht hielten und sich von ihren Lügengötzen verführen ließen, denen ihre Väter nachgefolgt sind;
5 sondern ich will Feuer nach Juda schicken, das soll die Paläste von Jerusalem verzehren.
6 So spricht der HERR: Um der drei, ja der vier Frevel willen derer von Israel will ich es nicht zurücknehmen, weil sie die Unschuldigen um Geld und die Armen um ein Paar Schuhe verkaufen.
7 Sie treten den Kopf der Armen in den Staub und drängen die Elenden vom Wege. Sohn und Vater gehen zu demselben Mädchen, um meinen heiligen Namen zu entheiligen.
8 Und bei allen Altären strecken sie sich aus auf den gepfändeten Kleidern und trinken Wein vom Gelde der Bestraften im Hause ihres Gottes.
9 Und dabei habe ich den Amoriter vor ihnen her vertilgt, der so hoch war wie die Zedern und so stark wie die Eichen, und ich vertilgte oben seine Frucht und unten seine Wurzel.
10 Auch habe ich euch aus Ägyptenland geführt und vierzig Jahre in der Wüste geleitet, damit ihr der Amoriter Land besäßet.
11 Und ich habe aus euren Söhnen Propheten erweckt und Gottgeweihte aus euren Jünglingen. Ist's nicht so, ihr Israeliten?, spricht der HERR.
12 Aber ihr habt den Gottgeweihten Wein zu trinken gegeben und den Propheten geboten: Ihr sollt nicht weissagen!
13 Siehe, ich will's unter euch schwanken machen, wie ein Wagen voll Garben schwankt,
14 sodass, wer schnell ist, nicht entfliehen noch der Starke etwas vermögen soll, und der Mächtige soll nicht sein Leben retten können.
15 Die Bogenschützen sollen nicht standhalten, und wer schnell laufen kann, soll nicht entrinnen, und wer da reitet, soll sein Leben nicht retten,
16 und wer unter den Starken der mannhafteste ist, soll nackt entfliehen müssen an jenem Tage, spricht der HERR.