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Das Prinzip vom festen Boden am Beispiel von Simson

Vertrauen ist die Grundlage von Führung.

Stein für Stein entsteht ein Fundament. Nur darauf kann etwas stehen bleiben.
Führungsprinzip #6

Prinzip vom festen Boden: Vertrauen ist die Grundlage der Führung.

BibelstelleRichter 13,24–16,31Auf BibleServer.com lesen
5 Min. Lesezeit3 Abschnitte
Inhalt

Die Erfolge und Niederlagen einer Führungskraft stärken oder schwächen ihre Glaubwürdigkeit. Es ist ein bisschen so wie Geld ausgeben und einnehmen. Mit jeder guten Führungsentscheidung kommt Geld rein. Mit jeder schlechten Führungsentscheidung geht Geld raus. Jede Führungskraft hat einen gewissen Betrag Wechselgeld in der Tasche, wenn sie ihre Führungsposition einnimmt. Von dem Tag an wird es entweder mehr oder weniger.

Zwei Säulen tragen einen Balken, der golden aufbricht, rechts stürzen Blöcke herab – wie Simson, dessen Vertrauensbasis zerbrach.
Zwei Säulen tragen einen Balken, der golden aufbricht, rechts stürzen Blöcke herab – wie Simson, dessen Vertrauensbasis zerbrach.

Um Vertrauen aufzubauen, braucht eine Führungskraft drei Qualitäten: Kompetenz, Beziehungsfähigkeit und Charakter. Menschen können schwere Fehler vergeben, wenn sie sehen, dass die Führungskraft umkehrt und weiter daran wächst. Aber sie hören auf, der Führungskraft zu vertrauen, wenn sie sich rausreden will oder die Schuld anderen zuschiebt. Dann können schon kleine Fehler das Vertrauen komplett zerstören. Keine Führungskraft kann erwarten, dass ihre Leute ihr folgen, wenn das Vertrauensverhältnis gestört ist. Denn Vertrauen macht Führung erst möglich.

Simson und das Prinzip vom festen Boden.

Nach allem, was geschrieben steht, hätte Simson einer der großartigsten Anführer Israels werden können. Aber stattdessen wurde er einer der schlimmsten. Wie konnte jemand, der so stark gestartet war, derart schlimm enden?

Simson musste auf die harte Tour lernen, dass Vertrauen das Fundament von guter Führung ist. Der ungestüme, sprunghafte, lüsterne, launische, emotionale und unberechenbare Mann ist ein sehr gutes Beispiel für eine sehr schlechte Führungskraft. Da ihm niemand vertraute, folgte ihm auch niemand.

Welche Anzeichen gibt es dafür, dass eine Führungskraft in Schwierigkeiten ist?

Führungskräfte, die das Prinzip vom festen Boden kontinuierlich missachten, können in folgende Schwierigkeiten geraten.

1. Sie gehen eklatante charakterliche Schwächen nicht an.

Simson kämpfte mit sexueller Unreinheit. Er fragte nach heidnischen Frauen, schlief mit Prostituierten und wurde schließlich von Delila zu Fall gebracht. Immer dann, wenn eine Führungskraft nicht an ihren charakterlichen Schwächen arbeitet, wird sie Stück für Stück schlimmer.

2. Sie setzen auf Täuschung, um sich zu schützen.

Menschen, die mit Ungehorsam spielen, täuschen oft andere, um sich selbst zu schützen. Simson benutzte gerne Rätsel, um andere zu überlisten. Zudem hat er oft nicht die ganze Wahrheit gesagt, was später zu Misstrauen und Verrat führte.

3. Sie agieren impulsiv.

Immer wieder zeigte Simson sein ungestümes Verhalten. Er wählte seine Frau unüberlegt. Er schloss Wetten ab, ohne nachzudenken. Und mehr als einmal hat ihn sein impulsiver Geist in eine blutige Schlacht geführt. Ein Anführer, der sein Temperament nicht unter Kontrolle hat, gefährdet sich und andere.

4. Sie werden in ihrer Schwäche überwältigt.

Die Sünde verzehrt schließlich jeden, der ihr freien Lauf lässt. Simson hat in Delila seinen Meister gefunden. Der Betrüger wurde betrogen. Der Verführer, verführt. Er verlor ein gefährliches Spiel und es kostete ihn alles.

5. Sie missbrauchen ihre von Gott gegebenen Gaben. 

Simson verfügte über enorme Kraft und göttliche Salbung, aber er nahm beides als selbstverständlich hin. Oftmals nutzte Simson seine gottgegebene Gabe, die für die Befreiung seines Volkes bestimmt war, für persönliche Rache aus. Wenn ein Anführer Gottes Gaben missbraucht, hat das unweigerlich ernste Konsequenzen.

Was passiert, wenn Führungskräfte unbelehrbar werden? 

Simsons egozentrische, undisziplinierte und arrogante Art machte ihn unbelehrbar. Was passiert, wenn Führungskräfte sich nicht mehr korrigieren lassen?

1. Sie vertrauen ihren eigenen Stärken und Verständnis.

Unbelehrbare Führungskräfte verlieren die Verbindung zu Gott. Sie verlassen sich auf ihre eigene Stärke und suchen keinen Rat bei Gott und anderen. Simson griff wiederholt zu roher Gewalt, um Schwierigkeiten zu bewältigen. Als er bei seinem Hochzeitsfest in Verlegenheit geriet, tötete er 30 Männer. Als die Männer von Juda ihn an die Philister auslieferten, erschlug er 1.000 Männer. Als er mit einer Prostituierten erwischt wurde, riss er die Stadttore von Gaza ein. Simson hörte nicht auf den Rat seiner Eltern, nahm nie den Rat seiner Männer an und suchte auch nicht bei Gott nach Orientierung. Schlimmer noch, Simson erkannte Gott nie als die Quelle seiner Stärke an. Er wurde von einem Mann der Salbung zu einem Mann der Arroganz.

2. Sie lernen nicht mehr von ihren Fehlern. 

Das Leben eines Menschen verläuft bergauf oder bergab, je nachdem, ob er beim Versagen nach vorn oder nach hinten fällt. Denn es ist nur dann ein Fehler, wenn man nicht daraus lernt. In Simsons Leben ist keine Verbesserung zu erkennen, nur eine Abwärtsspirale. Damit Führungskräfte aus ihren Fehlern lernen können, müssen sie ...

    • groß genug sein, um Fehler zuzugeben. Simson gab allen anderen die Schuld für seine Probleme. Er hat nicht ein einziges Mal seine Sünde zugegeben oder sich vor Gott gedemütigt.
    • schlau genug sein, um von ihren Fehlern zu profitieren. Es ist eine Sache zu bemerken, dass ein Fehler passiert ist. Es ist eine andere Sache zu begreifen, woran es lag.
    • stark genug sein, um die Fehler zu korrigieren. Wenn sie nicht in der Lage sind, Veränderungen im Verhalten oder dem System vorzunehmen, dann können sie sich selbst nicht verbessern und auch die Organisation nicht weiterentwickeln.


3. Sie reagieren, anstatt zu führen. 

Während gute Führungskräfte proaktiv sind, verhalten sich unbelehrbare Führungskräfte in den meisten Fällen reaktiv. Als Simson die Tochter von Timna sah, wollte er sie sofort heiraten. Als seine Frau seinen Trauzeugen heiratete, brannte er die Felder der Philister nieder. Simson reagierte bis zu seinem Tod und ließ seine Leute unter der Unterdrückung durch die Philister stöhnen.

4. Sie können einfach besiegt werden. 

Unbelehrbare Menschen verlieren am Ende immer. Auch ein großes Talent hilft nicht dabei, dieses Prinzip zu umgehen. Simsons charakterliche Schwächen, die er nie angegangen ist, führten zu moralischem Verfall und unausgesprochener Sünde. Sie zerstörten ihn am Ende komplett.

Niemand weiß, was passiert wäre, wenn Simson demütig vor Gott getreten wäre und nach seiner Führung gefragt hätte. Er hätte mit Sicherheit viel Gutes bewirken können.

Zurück zur Grundlage

Lies nach, was hinter dem Prinzip vom festen Boden steckt – mit Erklärung, Animation und Quick-Check.

Quelle: John C. Maxwell, The 21 Irrefutable Laws of Leadership · Mehr zum Ursprung

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