Als Mose mit Gott auf dem Berg Sinai sprach, wunderten sich die Israeliten, wo ihr Anführer geblieben sei. Es dauerte nicht lange, bis sie sich auf die Suche nach einem neuen Anführer gemacht hatten, wenn auch nur übergangsweise. Als sie Aaron gebeten hatten, ihnen zu helfen, ein goldenes Kalb zu bauen, verstießen sie damit gegen das erste von zehn Geboten, die Mose ihnen vom Berg mitbringen würde.
Auch wenn die Führungsfähigkeit von Aaron hinter der von Mose zurückblieb, baten sie ihn, die Verantwortung zu übernehmen. Warum? Vielleicht wegen dem Prinzip vom Respekt. Die Menschen suchten sich die stärkste Führungsperson, die zur Verfügung stand. Das machten sie, weil ...
- Menschen wie Schafe ohne einen Hirten sind. Sie brauchen einen Anführer. (Markus 6.34)
- Menschen sich auf kurzfristige Bedürfnisbefriedigung fokussieren. Sie haben ihre Schwierigkeiten mit zeitversetzter Belohnung.
- Menschen Schwierigkeiten haben, sich an ihre Fehler zu erinnern. Sie fragen sich häufiger, was die Führungskraft kürzlich für sie getan hat.
- Menschen unsicher sind. Sie fangen an, sich Sorgen zu machen, wenn es keine Zeichen der Hoffnung gibt.
2. Mose 32.1-6
Das goldene Kalb
1 Als aber das Volk sah, dass Mose ausblieb und nicht wieder von dem Berge herabkam, sammelte es sich gegen Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Götter, die vor uns hergehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Ägyptenland geführt hat.
2 Aaron sprach zu ihnen: Reißt ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne und eurer Töchter und bringt sie zu mir.
3 Da riss alles Volk sich die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron.
4 Und er nahm sie von ihren Händen und formte das Gold und machte ein gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Götter, Israel, die dich aus Ägyptenland geführt haben!
5 Als das Aaron sah, baute er einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist des HERRN Fest.
6 Und sie standen früh am Morgen auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer dar. Danach setzte sich das Volk, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um ihre Lust zu treiben.