Nachdem Mordechai Esther durch eine riskante Aktion mit dem neuen Gesetz und seinen Konsequenzen konfrontiert hatte, beschloss Esther, ihr Leben für die Menschen ihrer Herkunft zu riskieren und das Anliegen nach einem dreitägigen Fasten mit Gebet dem König vorzutragen. Sie sagte: „Und dann will ich zum König hineingehen entgegen dem Gesetz. Komme ich um, so komme ich um.“ Sie unternahm etwas, ging vor den König, riskierte ihr Leben, änderte seine Meinung und rettete ihr Volk.
Das ist ein wirklich bemerkenswertes Beispiel für das Prinzip vom Verzicht. Esther war bereit, alles aufzugeben, um aufzusteigen. Diese Bereitschaft, ein Opfer für die Sache ihres Volkes zu bringen, macht sie zu einer wirklich großen Führungskraft.
Esther 4.11-17
11 Es wissen alle Großen des Königs und das Volk in den Provinzen des Königs, dass jeder, der ungerufen zum König hineingeht in den inneren Hof, Mann oder Frau, nach dem Gesetz sterben muss, es sei denn der König strecke das goldene Zepter ihm entgegen, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin nun seit dreißig Tagen nicht gerufen worden, zum König hineinzukommen.
12 Und als Esters Worte Mordechai gesagt wurden,
13 ließ Mordechai Ester antworten: Denke nicht, dass du dein Leben errettest, weil du im Palast des Königs bist, du allein von allen Juden.
14 Denn wenn du zu dieser Zeit schweigen wirst, wird eine Hilfe und Errettung von einem andern Ort her den Juden erstehen. Du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer weiß, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gekommen bist?
15 Ester ließ Mordechai antworten:
16 So geh hin und versammle alle Juden, die in Susa sind, und fastet für mich, dass ihr nicht esst und trinkt drei Tage lang, weder Tag noch Nacht. Auch ich und meine Dienerinnen wollen so fasten. Und dann will ich zum König hineingehen entgegen dem Gesetz. Komme ich um, so komme ich um.
17 Mordechai ging hin und tat alles, was ihm Ester geboten hatte.
Natürlich gehen Führungskräfte diesen Schritt nur, wenn ihre Sache wichtiger wird als ihr Leben. Jesus forderte seine Jünger heraus, sich selbst zu verleugnen, ihr Kreuz auf sich zu nehmen und ihm nachzufolgen (Matthäus 16.24). An anderer Stelle sagt Jesus: „Wer sein Leben behalten will, der wird es verlieren. Doch wer sein Leben um meinetwillen verlieren wird, der wird es behalten.“ Esther stellte die Zukunft ihres Volkes über ihren eigenen Überlebensdrang und überlebte nicht nur selbst, sondern schaffte es, dass auch ihr ganzes Volk überlebte.
Matthäus 16.24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.
Markus 8.35 Denn wer sein Leben behalten will, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird's behalten.