Eine Führungskraft kann alles delegieren, außer der Verantwortung. Führungspersönlichkeiten können sie nicht weggeben. Sie können sie vorleben; sie können sie unterrichten; sie können sie teilen. Aber um es mit den Worten von US-Präsident Harry Truman zu sagen: „Die Verantwortung liegt bei der Führungskraft.“
Als Joschafat König von Juda wurde, übernahm er die Verantwortung. Wie alle Könige vor ihm sollte er das Volk führen, das Volk beschützen und die Ressourcen des Landes verwalten. Das zweite Buch der Chronik Kapitel 20 berichtet über seine größte Herausforderung, die er bis zu diesem Zeitpunkt zu bewältigen hatte. Eine Armee aus drei Ländern schmiedete Pläne, Juda anzugreifen. Berichte über ihre Aktivitäten erschreckten den König (2. Chr. 20.3). Zweifellos stand er vor denselben Optionen, vor denen alle Führungskräfte in einer Krise stehen: aufgeben, ausweichen, aussitzen oder austragen. In solchen Zeiten finden Führungskräfte heraus, wie gut ihre Führung wirklich ist.
Umgang mit Verantwortung.
Führungskräfte reagieren unterschiedlich auf Situationen, in denen sie Verantwortung haben.
Gesunder Umgang mit Verantwortung.
Welche Schritte unternahm Joschafat? 2. Chronik 20 zeigt eine schöne Geschichte eines menschlichen Anführers, der das Richtige tat. Folgende Schritte hat Joschafat unternommen:
- Er bekämpfte seine Angst (2. Chronik 20.2-3).
Joschafat hatte Angst, aber er ließ sich davon nicht lähmen. Er blieb ruhig genug, um nachzudenken.
2 Und man kam und sagte zu Joschafat: Es kommt gegen dich eine große Menge von jenseits des Salzmeers, von Edom, und siehe, sie sind schon in Hazezon-Tamar, das ist En-Gedi.
3 Joschafat aber fürchtete sich und richtete sein Angesicht darauf, den HERRN zu suchen; und er ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen.
- Er suchte den Herrn (2. Chronik 20.6-13).
Bevor er irgendetwas anderes tat, wollte er Gottes Perspektive verstehen. Er betete und suchte Weisheit bei Gott.
6 und sprach: HERR, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Völker? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag.
7 Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes vertrieben vor deinem Volk Israel und hast es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, gegeben für immer?
8 Und sie wohnten darin und haben dir ein Heiligtum für deinen Namen gebaut und gesagt:
9 Wenn Unglück, Schwert, Strafe, Pest oder Hungersnot über uns kommen, werden wir vor diesem Hause und vor dir stehen – denn dein Name ist in diesem Hause – und zu dir schreien in unserer Not, und du wirst hören und helfen.
10 Nun siehe, die Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge Seïr, durch die du Israel nicht hindurchziehen ließest, als sie aus Ägyptenland kamen – sondern sie mussten vor ihnen weichen und durften sie nicht ausrotten –,
11 siehe, sie lassen uns das entgelten und kommen, uns auszutreiben aus deinem Erbe, das du uns gegeben hast.
12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen dies große Heer, das gegen uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.
13 Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit seinen Kindern, Frauen und Söhnen.
- Er initiierte die Zusammenarbeit (2. Chronik 20.3-4).
Er handelte nicht allein, sondern versammelte das Volk, um es über das Problem zu informieren.
3 Joschafat aber fürchtete sich und richtete sein Angesicht darauf, den HERRN zu suchen; und er ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen.
4 Und Juda kam zusammen, den HERRN zu suchen; auch aus allen Städten Judas kamen sie, den HERRN zu suchen.
- Er erkannte Gottes Vision (2. Chronik 20.14-17).
Er hörte auf die Stimme des Herrn, bis er wusste, was er tun sollte.
14 Aber der Geist des HERRN kam mitten in der Gemeinde auf Jahasiël, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiëls, des Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Söhnen Asaf.
15 Und Jahasiël sprach: Merkt auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht der HERR zu euch: Ihr sollt euch nicht fürchten und nicht verzagen vor diesem großen Heer; denn nicht ihr kämpft, sondern Gott.
16 Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Und siehe, sie kommen den Höhenweg von Ziz herauf, und ihr werdet auf sie treffen, wo das Tal endet, vor der Wüste Jeruël.
17 Aber nicht ihr werdet dabei kämpfen; tretet nur hin und steht und seht die Hilfe des HERRN, der mit euch ist, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und verzagt nicht! Morgen zieht ihnen entgegen! Der HERR ist mit euch.
- Er nahm die Idee an (2. Chronik 20.18-19).
Er beugte sein Haupt und begann, die Schritte anzunehmen, die er und sein Volk zu tun hatten.
18 Da beugte sich Joschafat mit seinem Antlitz zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem HERRN nieder und beteten den HERRN an.
19 Und die Leviten von den Söhnen Kehat und von den Söhnen Korach schickten sich an, den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit lauter Stimme gen Himmel.
- Er lehrte den Plan (2. Chronik 20.20-23).
Er versammelte die Hauptakteure und gab ihnen Anweisungen, was jeder zu tun hatte.
20 Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen aus zur Wüste Tekoa. Und als sie auszogen, trat Joschafat hin und sprach: Hört mir zu, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem! Glaubt an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubt seinen Propheten, so wird es euch gelingen.
21 Und er beriet sich mit dem Volk und bestellte Sänger für den HERRN, dass sie in heiligem Schmuck Loblieder sängen und vor den Kriegsleuten herzögen und sprächen: Danket dem HERRN; denn seine Barmherzigkeit währet ewiglich.
22 Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der HERR einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Seïr, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen.
23 Es stellten sich die Ammoniter und Moabiter gegen die Leute vom Gebirge Seïr, um sie auszurotten und zu vertilgen. Und als sie die Leute vom Gebirge Seïr alle aufgerieben hatten, wurden sie einer dem andern zum Verderben.
- Er errang den Sieg (2. Chronik 20.24-25).
Er führte den Plan präzise aus und hatte Erfolg, genau wie Gott es vorausgesagt hatte.
24 Als aber Juda an den Ort kam, wo man in die Wüste sehen kann, und sie sich gegen das Heer wenden wollten, siehe, da lagen nur Leichname auf der Erde; keiner war entronnen.
25 Und Joschafat kam mit seinem Volk, die Beute auszuteilen, und sie fanden bei ihnen in großer Menge Güter und Kleider und kostbare Geräte und nahmen sich so viel weg, dass es kaum zu tragen war, und teilten drei Tage die Beute aus; denn es war viel.