Die Priester und Führungskräfte zu Maleachis Zeiten haben ihren Worten keine Taten folgen lassen. Das zweite Kapitel dieses Buches strotzt nur so vor Anschuldigungen gegen ihre Heuchelei: Verrat, Gotteslästerung im Heiligtum, Mischehen, zunehmende Ehescheidung und Irrlehre. (Mal. 2.10-17)
Gott erwartet von Führungskräften, das Leben vorzuleben, das sie bei ihren Nachfolgern sehen wollen. Erfolgreiche Führungskräfte wissen, dass sie zuerst die erwünschten Verhaltensweisen vorleben müssen. Denn Menschen tun, was Menschen sehen. Also sind Führungskräfte zuerst Vorbild, bevor sie Lehrer, Mentor oder Manager sind.
Was passiert, wenn Führungskräfte kein Vorbild mehr sind? Folgende Gedanken unterstützen bei der Reflexion:
- Sie versäumen es, die Wahrheit für die Menschen zu bewahren. (v7)
- Sie verwässern den Appetit der Menschen für Wachstum und Hilfestellung. (v7)
- Sie bringen durch ihr schlechtes Vorbild viele Menschen zum Straucheln. (v8)
- Sie korrumpieren den Bund, den Gott mit ihnen geschlossen hat. (v8)
- Sie verlieren ihre Glaubwürdigkeit. (v9)
Maleachi 2.7-9
7 Denn des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, dass man aus seinem Munde Weisung suche; denn er ist ein Bote des HERRN Zebaoth.
8 Ihr aber seid von dem Wege abgewichen und habt viele zu Fall gebracht durch falsche Weisung und habt den Bund mit Levi verdorben, spricht der HERR Zebaoth.
9 Darum habe auch ich euch verächtlich und unwert gemacht vor dem ganzen Volk, weil ihr meine Wege nicht haltet und die Person anseht, wenn ihr Weisung gebt.